Sa

14

Sep

2013

Heimkehr

Ich bin jetzt schon seit 2 Wochen wieder zu Hause. Es ist mir wirklich schwer gefallen, alles hinter mir zu lassen. Ich schick hier auch mal meinen Abschlussbericht hin, damit ihr es ein bisschen nachvollziehen könnt, da steht alles eigenlich genauso drin, wie ich es empfunden habe :)

Danke für die Geduld und für die einzelnen Mails die ich erhalten habe! 

 

„Wenn ein Reisender nach Hause zurückkehrt, soll er nicht die Bräuche seiner Heimat eintauschen,

gegen die des fremden Landes. Nur einige Blumen, von dem, was er in der Ferne gelernt hat, soll er

in die Gewohnheiten seines eigenen Landes einpflanzen.“ Francis Bacon

Da ist er also, der Zeitpunkt das Jahr zu reflektieren, alle Blumen und Muscheln zu sammeln und im

Herzen zu verwahren, zu realisieren, dass es langsam Zeit wird all das hinter mir zu lassen, was ich

hier lieben und schätzen gelernt habe und nach Hause zurückzukehren. Ich muss zugeben, dass das

wirklich nicht einfach für mich ist! Es war ein wirklich großes Jahr, voller Erlebnisse, Abenteuer

und vor allem neuer Erfahrungen, die mich als Person geprägt haben und aus denen ich gelernt

habe.

In meinem Projekt beispielsweise habe ich sehr viele Erfahrungen gemacht, die zum einen Teil

nicht immer schön waren, aber gleichzeitig auch hilfreich und wunderbar. Ich habe gelernt Geduld

zu haben, mit den Dingen, die nicht wirklich geklappt haben, aber vor allem auch Geduld mit mir

selbst und und den anderen Freiwilligen, die auch in meinem Projekt gearbeitet haben. Auch habe

ich gelernt Dinge durchzuziehen, die mir nicht gefallen haben oder die mich gelangweilt haben, wie

zum Beispiel Bücher sortieren und zu archivieren. Auch habe ich gelernt, Zeiten zu überbrücken, in

der es nichts zu tun gibt und meine Kreativität auszuweiten.

Auch in den Gefühlsebenen habe ich viel gelernt. In meiner Familie habe ich gesehen, wie wichtig

hier die Familie ist und dass sie IMMER im Vordergrund steht, egal wie beschäftigt man gerade ist.

Wenn es zum Beispiel dem Vater wirklich schlecht geht, wird die Arbeit zur Seite gelegt und man

kümmert sich nur um den Vater. Das ist ein wunderbares Gefühl diesen wirklich starken

Zusammenhalt der Familie zu sehen und auch zu fühlen, dass man selbst auch ein großer und

wichtiger Teil davon ist.

Gleichzeitig ist mir aber auch aufgefallen, dass ich hier dennoch sehr fremd bin. Schon allein durch

meine Hautfarbe, meine Haarfarbe und meine Sprache, bin ich für Aussenstehende doch immer

(und werde das auch immer bleiben) die Ausländerin, die nur zu Besuch in dieses Land gekommen

ist, die „Gringa“, wie wir, die wir hellere Haut haben, hier von vielen (natürlich nicht von allen)

genannt werden. Das nimmt den Zauber auch schon wieder aus all den Gefühlen, die ich durch

meine Familie und Freunde erhalten habe. Egal wie lange ich bleibe, immer werde ich die

Ausländerin sein, die in Museen mehr bezahlen muss, die angestarrt wird, weil sie irgendwie anders

aussieht. Das macht mich ein wenig traurig, denn ich selbst fühle mich, als hätte ich hier ein

Zuhause gefunden und in meinem Herzen könnte ich für immer hier bleiben.

Persönlicher Projektrückblick

Wie ich schon in meinen Zwischenberichten beschrieben habe, war ich einem Projekt zugeteilt, das

sich in erster Linie mit der Umweltproblematik – speziell Boliviens – beschäftigt. Ich habe im

Laufe des Jahres gelernt, die Wichtigkeit des Projektes zu schätzen, muss aber selbstkritisch

einschätzen, dass ich an dieser Stelle nicht gut besetzt war. Meine Aufgaben waren aufgrund meiner

fehlenden Vorbildung und aufgrund meines fehlenden Hintergrundwissens sehr begrenzt und

anfängliche Sprachschwierigkeiten haben meinen Start nicht einfach gemacht.

Ich denke, dass es ein wirklich gutes und wirksames Projekt ist. Jedoch habe ich selbst mich ein

wenig nutzlos gefühlt. Ich denke, dass es auch für meine Kollegen eher schwierig war mit mir zu

arbeiten, da ich leider nicht wirklich viel beitragen konnte. Bei diesem Projekt ist wirklich viel Kreativität gefragt, die sich aber auf das Thema bezieht und ich

persönlich habe nicht wirklich das Hintergrundwissen und das Talent wenn es um das Thema

Umwelt und Klimawandel geht.

Ich glaube, wenn Freiwillige für dieses Projekt eingeteilt werden, sollten sie das lange vorher

wissen, um sich gut schon im eigenen Land darauf vorbereiten zu können. Mir hätte eine

ausführliche Projektbeschreibung sehr geholfen. Zwar habe ich mich zu Hause gedanklich mit dem

Thema Klimawandel und Ökologie ansatzweise beschäftigt, meine Stärken liegen aber deutlich

woanders. So konnte ich leider wenige Eigeninitiative zeigen und dem Projekt nicht wirklich

Impulse geben. Das finde ich sehr schade, denn im Laufe des Jahres habe ich das Projekt sehr

schätzen gelernt. Sicher waren die mir aufgetragenen Aufgaben wie Bücher sortieren und

Dokumente kopieren wichtig – im Nachhinein glaube ich trotzdem, dass ich mehr beitragen hätte

können.

Besonders gern habe ich die praktischen Arbeiten mitgemacht. Es gibt zum Beispiel fröhliche

Bilder, wo ich als Wassertropfen an einer Straßenkampagne teilnehme – bei dieser Kampagne habe

ich mich selbst intensiv damit beschäftigt, welche Rolle Wasser den verschiedensten

Lebenssituationen spielt. Besonders Spaß hat mir bei dieser Kampagne die Arbeite mit den Kindern

gemacht. 

Sehr gern war ich im Projekt „Keine Plastiktüten“ involviert. Das ist ein Thema, das mich auch hier

in Deutschland beschäftigt.

Den größten Teil meiner Arbeitszeit habe ich im Büro verbracht. Ich hoffe sehr, dass meine

sortierenden, administrativen und übersetzenden Arbeiten hilfreich war.

Wunderbar war die Atmosphäre im Team. Wir haben uns ausgetauscht, gegenseitig Tips gegeben

und viel voneinander gelernt.

Dennoch möchte ich nocheinmal darauf eingehen, dass ich mich in Vorbereitung auf das

Auslandsjahr vor allem auf eine Arbeit mit Kindern – und wenn auch möglich auch Musik – gefreut

habe. So habe ich das in meiner Bewerbung formuliert. 

Die Beschäftigung mit einem ganz anderen Bereich, hat meinen Horizont erweitert, meinen Blick

für die alltäglichen Umweltprobleme – in Bolivien und zu Hause – geschärft und mich

sensibilisiert. 

Was habe ich gelernt? Nun habe ich eine Vorstellung davon, wie Büroarbeit abläuft. Ich habe einige

Fähigkeiten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit erlernt. Geduldiger bin ich geworden und es gelingt

mir nun leichter, scheinbare Leerlaufzeiten sinnvoll zu nutzen. Das wird mir in meinem Leben sehr

weiterhelfen. 

Gerlernt habe ich, meine Zeit einzuteilen und Arbeiten systematisch und sorgfältig zu erledigen.

Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich finde es sehr wichtig, dass dieses Projekt weiterhin unterstützt wird.

Der sehr emotionale Abschied hat mir gezeigt, dass auch mein aus meiner Sicht eher

zurückhaltender Einsatz für das Projekt nicht unnütz und vielleicht sogar sehr unterstützend war. 

Persönlicher sozialer Rückblick

Das beste, was mir passieren konnte, war meine Familie. Ich fühlte mich von Anfang wunderbare

aufgenommen und geliebt. Eigentlich war ich von Beginn an ein vollwertiges Familienmitglied.

Sowohl die Eltern als auch meine Geschwister haben mich so angenommen, wie ich bin und mir

eine große Wärme vermittelt. Dafür bin ich sehr dankbar und ich bin mir sicher, dass der Kontakt

noch lange bestehen bleiben wird. In dieser Familie habe ich den Zusammenhalt der Familie in

Bolivien kennen und schätzen gelernt. Besonders begeistert bin ich von der Tradition, jeden Tag

gemeinsam Mittag zu essen. Alle arbeitenden Familienmitglieder kommen mittags heim und essen

gemeinsam. Das würde ich gern auch hier einführen. Meine Familie war groß und sehr

kommunikativ, ich habe im Laufe des Jahres einen Großteil der weitverzweigten Familiekennenlernen dürfen. Eine besondere Beziehung habe ich zu meiner Gastschwester Indira

aufgebaut. Sie hat mich in das soziale Leben Boliviens eingeführt und mir ein Gefühl für das Land

vermittelt. Gleichzeitig hat sie mich vor Dummheiten bewahrt und mich beschützt. Die Idee, in

Gastfamilien ein Auslandsjahr zu verbringen, finde ich ausgesprochen gut. Das ist die beste

Gelegenheit, Land, Leute und Leute authentisch kennenzulernen. „Meine“ Familie hat viele

Erfahrungen mit Freiwilligen und so konnte ich im Laufe des Jahres drei weitere Freiwillige aus

verschiedenen Ländern kennenlernen. Hayato aus Japan, der bis Weihnachten da war, Helene aus

Österreich, die schon Bolivienerfahrungen hatte und für drei Monate meine Zimmernachbarin war

und Margaux aus Frankreich, die zwei Monate mit mir unter dem selben Dach lebte. Diese

Internationalität fand ich sehr schön – die Kontakte werden sicher bestehen bleiben.

In meiner Familie konnte ich auch einen Teil meiner Vorstellungen umsetzen. Drei Kinder im Alter

von 1-6 durfte ich oft betreuen und bespielen, dieser Abschied fiel besonders schwer.

Es ist – vor allem für Ausländerinnen - sehr schwer in Bolivien Freunde zu finden, da es sehr lange

dauert, bis sie ihr wahres „Ich“ offenbaren. Dank meiner Familie, aber vor allem meiner

Arbeitsstelle, wurde es mir sehr viel leichter gemacht und am Ende habe ich sehr gute Freunde

gefunden, mit denen mich viel verbindet.

Anfänglich hat es mich irritiert, dass viele Familien auch Hausangestellte haben (meist Indigene).

Im Laufe des Jahres habe ich gelernt, dass es sich um ein wichtiges soziales Element handeln. In

meiner Familie zum Beispiel haben zwei Jugendliche den Haushalt und den angeschlossenen Laden

geführt. Besonders komisch fand ich, dass es sich um Familienmitglieder handelt. Erst im Laufe des

Jahres habe ich gelernt, dass sie im Gegenzug eine Schulbildung erhalten, die ihnen auf dem Land

nicht ermöglicht werden kann.

In La Paz hat die Hausangestellte von Familienmitgliedern durch diese Arbeit eine gute Wohn- und

Lebensmöglichkeit, sowie eine Schulbildung für ihr Kind erhalten.

Persönlicher Länderrückblick

Es war eine Überraschung für mich nach Bolivien gesendet zu werden. Ich hatte mich vorher noch

nie damit auseinander gesetzt, somit hatte ich auch wenige Vorstellungen und Erwartungen und

konnte mich sehr gut auf das Land einlassen. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es eins der

schönsten Länder der Welt ist. Besonders faszinierend ist die Ursprünglichkeit und die

vergleichsweise geringe Europäisierung des Landes. Ich glaube, dass man in keinem anderen Land

so viele Ureinwohner und verschiedene Traditionen und Kulturen auf einmal antreffen kann. Jede

Region hat ihre eigenen Traditionen und pflegt sie auch. Spannend für mich ist auch, dass

Christentum und Ursprungsreligionen so miteinander verbunden werden, als hätten sie schon immer

zusammengehört. Das beste Beispiel ist die Verknüpfung von der „Pachamama“ und der Mutter

Maria.

Zu allen Festlichkeiten werden die traditionellen Tänze, Kostüme und Musikinstrumente der

einzelnen Regionen vorgeführt. Das gefällt mir besonders, denn damit bleibt die Traditionen

erhalten. Die Bolivianer sind sehr stolz auf ihre eigenen Traditionen, was sich auch daran zeigt, dass

bei internationalen Tanzfestival, die eigenen Tänze besonders gefeiert werden.

Das Jahr war so intensiv und ereignisreich für mich, dass es mir zu einer zweiten Heimat geworden

ist.

Auch aus heutiger Sicht würde ich mich für ein solches Freiwilliges Jahr entscheiden.

„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit

verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.“ Dietrich Bonhoeffer

0 Kommentare

Mi

09

Jan

2013

Navidad, Navidad, dulce Navidad..

Ich entschuldige mich sehr, aber da ist mein Internet abgestuerzt nach der wunerbaren Ueberschrift die ich fand.

In diesem Artikel moechte ich ueber meinen ersten richtigen grossen Kulturschock erzaehlen, denn Weihnachten (was auf spanisch navidad heisst) ist hier wirklich komplett anders als daheim.

Angefangen natuerlich mit dem Klima. Ich mein es haben hier ja auch nicht soooo viele Leute schonmal Weihnachten mitten im Sommer mit gefuehlten 40 Grad gefeiert. (Klar gibts Ausnahmen ;) )

Aber fangen wir am Anfang an. Der Advent. Der besteht daraus, dass die Haeuser schrecklichst geschmueckt werden. Und wenn ich schrecklich sage, dann mein ich auch schrecklich. Mein Haus war da ne Ausnahme, das war wirklich schoen im Gegensatz zu anderen Orten. Davon hab ich auch Fotos ;) Von der Plaza aber beispielsweise habe ich mir gar nicht getraut Fotos zu machen wo doch schon ich voellig aus dem Haeuschen war vor Kitsch. Aber ich kann versuchen es zu beschreiben. Im Zentrum der Plaza gibt es eine grosse Statue. Von dieser gingen unglaublich viele Lichterketten in den unglaublichsten Farben in alle Richtungen. (Beispiele waeren also: grellblau, grellrot, grellpink und so weiter) Dann gab es Leuchtgrippen in wunderschoenem Hellweiss sogar Schafe aus Licht, schoen oder? Aber mein absolutes Highlight war der Baum. Dieser wurde ueber einer Palme aufgebaut von der man gleich neben der Spitze des "Weihnachtsbaumes" auch noch den letzten Teil dieser Palme sehen. Den "Baum", der wunderbar aus Plaste bestand, konnte man tagsueber in einem wunderschoenen Dunkelrot bewundern (ja ok, das geht nocht). Aber nachts kam dann mein grosser Schock, als er blau blinkte. Ich dachte ich werd nicht mehr! Erst ist der Weihnachtsbaum rot, dann blinkert er so grellblau. Dass die hier keinen Augenkrebs bekommen! Nunja. Vor dem Baum stand dann auch noch ein Weihnachtsmann mit dem man sich fotografieren lassen konnte mit dem Weihnachtsbaum als Kulisse. JUHU! Wenn das mal nicht Weihnachtsstimmung aufbringen laesst.

Hier ein kleiner Einblick: http://www.correodelsur.com/2012/12/07/6.php

(natuerlich nicht mein Foto - Quelle: Correo del Sur, was die Zeitung von Sucre ist)

HALLELUJA! Sag ich da nur. Wems gefaellt, der soll schweigen ;)

Ansonsten gabs im Advent keine weiteren grossen Aktivitaeten. Nichtmal die kleinsten Adventsstuendchen. Wirklich wirklich traurig. Es gab keine Adventskalender und keine Adventskranz. Aber Dank der liebsten Menschen, die mir einen Adventskalender mitgebracht haben (an dieser Stelle nochmal den allergroessten Dank dafuer! Ihr habt mir wirklich ein klein wenig mein Weihnachten gerettet!), hab ich ein bisschen Adventsgefuehl ins Haus bringen koennen. Schon allein, dass Ernesto gleich alle Tueren aufeinmal oeffnen wollte (was er im Endeffekt dann auch geschafft hat, als ich nicht hingeschaut habe - aber was solls ;) ) hat mich ganz gluecklich gemacht, denn es hat mich doch sehr an die damalige unbeschwerte Kindheit erinnert ;)

Auch gibt es hier keinen heiligen Nikolaus.Auch das habe ich eingefuehrt (ich weiss wirklich nciht was die anderen deutschen Freiwilligen vorher hier gemacht haben, dass hier keiner Nikolaus kennt.. ) Also habe ich auch den eingefuehrt. Leider wollte keiner seine Schuhe putzen und vor die Tuer stellen, sodass ich dann wohl oder uebel bis 2 Uhr nachts in meinem Zimmer sass und kleine Kanisterchern gebastelt habe die ich dann voller Freude verteilt habe. Und ich habe gar nicht schlecht gestaunt, als am naechsten Tag vor meiner Tuer ebenfalls ein solches Kanisterchen stand. (Ich stehe normalerweise spaeter als alle auf. Ganz was neues, wa? Nur Ernesto schlaegt mich im lange Schlafen noch...) Also ers gab schon wirklich schoene Dinge im Advent. Aber der grosse Schock kommt noch.

Hier ist es so, dass Weihnachten am 25. Dezember gefeiert wird. Aber irgendwie kriegen die Kinder hier schon ab dem 20. Dezember Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt. Jeden Tag wieder bis zur "Noche Buena" die am 24. Nachts ist bei uns. Das hab ich noch nicht ganz verstanden, warum. Aber nicht so schlimm. Freuen tuen sich die Kleinen und das ist ja die Hauptsache :)

Der 24. Dezemeber sieht so aus: Es ist ein stinknormaler Tag und man macht nichts besonderes. Waehrend bei uns alles vorbereitet wird fuer den Nachmittag, gekocht (na gut, das wird hier sowieso jeden Tag), geschmueckt (das wird ja schon am 30. November) und die letzten Geschenke eingepackt und alles moegliche, wird hier ausser gekocht nichts weiter gemacht. Es gibt dann auch kein grosses Buffee oder was man halt isst an diesem wunderbaren Tage, sondern wie immer ein schoenes Mittagessen. Dann gibt es auch keine grosse oder kleine Geschenkeausteilzeremonie, denn nach dem Mittagessen verstreut sich wieder alles in alle Himmelsrichtungen. Das einzige was es gibt ist die Christmette. Aber jetzt haltet die Luft an. Diese kann man absolut in keinster Weise mit unserer Vergleichen, ausser vielleicht das Evangelium und die Messe an sich. Aber schon die Band (bestehend aus Akkordeon, Gitarre, Charango (was dein nationales Instrument ist, aehnlich wie die Gitarre nur kleiner und Doppelsaiten) und Trommel und Gesang) war das ungeschickteste was ich je gehoert habe. Es gab keinen Rhythmus (was wirklich komisch hier ist) und die MUsiker kannten ihre Texte nicht. Aber nun gut. Die Kirche hat geklatscht im nichtvorhandenen Rhythmus und sich gefreut und war gluecklich. Der naechste Punkt waren die Ministranten. Die kamen naemlich mit blinkernden Weihnachtsmannmuetzen froehlich plappernd einmarschiert. Ich dachte wirklich ich werd nicht mehr! BLINKERNDE WEIHNACHTSMANNMUETZEN HALLOOOO???

Ausserdem gab es 2 Pfarrer die unterschiedlicher nicht sein koennten: Der eine hat munter vor sich hingepfiffen geklatscht und ich haette mich nicht gewundert, wenn er gleich angefangen haette zu tanzen. Der andere hingegen, der leider Gottes den Grossteil der Messe gehalten hat, ist beim Reden fast eingeschlafen, woraufhin auch der Rest der Kirche bei seiner unglaublich interessanten Predigt miteingeschlafen ist.

Ouenktlich 12 Uhr hat dann auch bei gefuehlt jedem das Telefon geklingelt. Denn jetzt war ja Weihnachten. Aber die Messe war noch nicht fertig. Aber ich muss zugeben, ich hab mich auch in die Reihe der sms-Schreiber eingereiht.. Nach der Messe gab es eine grosse Prozession (das machen die hier irgendwie gerne) mit Musik und einer Menge Jesuskindern die vorher geweiht wurden, denn jede Familie hat ihre Jesuskinder vor der Messe auf einen grossen Platz in der Kirche gelegt, damit sie geweiht wurden. Auch diese waren uebrigens schrecklich kitschig, aber so ist das hier nunmal. Der Kitsch siegt, Halleluja. Wir haben bei der Prozession zum Glueck nicht mitgemacht ;) Als wir Heim kamen bin ich auch sofort ins Bett gefallen.

Vielleicht sag ich an dieser Stelle noch, das wir zu diesem Zeitpunkt gerade wieder in Serrano waren. Was alles vielleicht auch ein bisschen anders als in der "grossen" Stadt gemacht hat.

Am 25. ging es dann also richtig los. Weihnachten geht hier 3 Tage: 25., 26. und 27 Dezember und am 28. ist auch irgendein wichtiger Tag, hab ich jetzt aber vergessen was das war. Ich kann die Feiertage hier eh nicht so gut auseinander halten, denn wenn es was zu feiern gibt dann wird gesoffen. Und das wirklich ohne Ausnahme der Festtage. Ihr wollt euch also wirklich nicht vorstellen, wie Weihnachten war, denn man hat 4 Tage am Stueck gesoffen. YEAH. Dazu sag ich nur: Stihille Naacht. Heilige Nacht. Und so.

Also die drei Weihnachtstage waren aber eigentlich, abgesehen von all den besoffenen Leuten, wirklich schoen. Denn in Serrano gibt es die Tradition, dass alle 3 Tage auf der Strasse getanzt wird. Das heisst man kann sich Musiker buchen (die uebrigens arschteuer sind) und dann alle 3 Tage mit denen durch die Strassen tanzen. Am Vormittag tanzen die Kinder und am Nachmittag und in der Nacht dann die Erwachsenen. Das ist echt schoen und macht super Spass! Obwohl die Musik zugegebener Massen, nunja sagen wir gewoehnungsbeduerftig ist.

Hier ein kleiner Eindruck: http://www.youtube.com/watch?v=kVfXC6UdOBM

Man tanzt also auf den Strassen und vorher haben einige Leute ihre Haeuser so vorbereitet, dass man auch da rein gehen kann und dort tanzne. Nach jedem dieser Besuche wird man auch natuerlich auf eine kleine Chicha (was ein Nationalgetraenk ist, von dem man super schnell betrunken wird, denn ist wunderbar suess, aber schmeckt ;) )oderauch Refresce (was so viel wie ein Erfrischungsgetraenk ist - ohne Alkohol) eingeladen. Und bevor die Frage kommt: Ja ich habe alle 3 Tage mitgetanzt ;)

Also wenn man nicht bedenkt, dass es Weihnachten war, war es wirklich wirklich schoen.

 

Am 28.12. frueh ist dann mein Japaner abgereist, das heisst ich bin jetzt ganz allein auf meiner Etage. Aber das ist auch wieder eine kleine Geschichte fuer sich: Denn eigentlich sollte er schon am 27. frueh fahren, aber erst hatte der Bus 2 Stunden Verspaetung und dann stellte sich heraus, dass es gar keinen Platz mehr fuer niemanden aus Serran gab, weil er schon aus einem anderen Dorf kam und dort alle Plaetze besetzt wurden. Also hiess es so schnell wie moeglich auf den naechsten Tag umzubuchen, bevor es wieder keinen Platz mehr gab. Aber dazu sag ich nur: DAS ist Bolivien. Man darf sich NIEEE sicher sein, was am naechsten Tag passiert.

 

Mein Silvester war wie immer schrecklich, aber ich bin ganz froh, dass es hier nicht ganz so schlimm ist wie in Deutschland. Immerhin werden hier naemlich keine Boeller zwischen den Beinen hin und her geworfen.

Aber eigentlich ist Silvester hier wirklich schoen, denn es gibt 2 wirklich interessante Traditionen (ist ein bisschen wie in Spanien): 1. Man traegt eine bestimmte Farbe von Unterwaesche. DAvon gibt es 3: Rot heisst: Man moechte im naechsten Jahr Liebe finden. Gelb heisst: Man moechte im naechsten Jahr Geld haben und Gruen heisst man moechte im naechsten Jahr gesund sein.

2. Man isst Punkt 12 Uhr 12 Weinbeeren. Mit jeder kann man sich etwas wuenschen fuer je jeden Monat im naechsten Jahr. Schoen nicht?

Aber auch zu SIlvester wird hier natuerlich gesoffen was das Zeug haelt. Ich meine wo nicht? Wir waren aber zum Glueck alle krank, sodass wir gleich ins Bett gegangen sind.

Warum waren wir krank? Nunja hier kann es auch wirklich wirklich wirklich kalt werden! So waren es am 27. und 28. Dezember unter 10 Grad und es hat geregnet wie aus Kuebeln! Grosse Umstellung von ueber 30 auf unter 10. Da waren wirklich alle krank. Und ich bin jetzt noch krank. Wirklich anstrengend muss ich sagen!

 

Nunja. An dieser Stelle an alle noch ein gesegnetes und glueckliches Neues Jahr! Dass alle Vorsaetze eingehalten werden koennen und so weiter.

Lasst es euch gut gehen, ich versuche meinen Vorsatz mich oefter zu melden auf jeden Fall einzuhalten und ihr meldet euch mal!

Beste Gruesse aus der Regenzeit, die gerade wirklich stark zugeschlagen hat ( es ist auch kalt!) von mir :)

 

Leila

 

9 Kommentare

Di

04

Dez

2012

Advent, Advent, die Sonne brennt

Ihr Lieben, ich melde mich auch mal wieder. Leider ist es mir derzeit nicht so moeglich mich zurueckzumelden oder ueberhaupt von mir hoeren zu lassen, da ich derzeit kein Internet habe und auch keine wirkliche Zeit in ein Internetcafe zu gehen.

 

Aber zuerst moechte ich allen einen wunderbaren und gemuetlichen und weihnachtlichen Advent wuenschen! Hier fehlt die Stimmung sehr! Es ist zwar alles geschmueckt und alle reden von Navidad, aber es ist doch nicht das gleiche! Es ist wirklich, wirklich warm die Sonne brennt micht ganz braun und es fehlt der Schnee und die Musik und auch, dass es so schnell dunkel wird. Ich haette nie gedacht, dass ich mal sagen wuerde, dass mir der Winter fehlt, aber ja, er fehlt mir.

 

Gerade bin ich dabei meinen 3-Monatsberich zu schreiben, denn, man will es nicht glauben, es sind schon 3 Monate um! Ich verstehe gar nicht, warum es die Zeit so eilig hat! Deswegen moechte ich gar nicht so viel vorweg nehmen, sondern nur sagen, dass es mir gut geht, dass ich versuchen werde mich oefter zu melden (ja ich weiss, das schreibe ich jedes mal).

 

Ausserdem habe ich einen wirklich interessanten Artikel geschickt bekommen, den ich euch nicht vorenthalten will! Der zeigt mal einen ganz anderen Blickwinkel auf das Thema Kinderarbeit. Naemlich aus Sicht der Kinder:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bolivien-kinder-gruenden-eine-gewerkschaft-a-867380.html

Dazu mopechte ich sagen, dass ich selbst unglaublich wenig von der Armut Boliviens mitbekomme! Ich werde regelmaessig, das heisst jeden Tag Mittags mit dem Auto von der Arbeit abgeholt, es gibt immer reichlich zu essen, mein Haus ist wirklich gross (es hat immerhin 3 oder 4 Stockerwerke, je nachdem wie man es sieht), die Kinder haben reichlich Spielzeug, wir besitzen 4 Fernseher, die auch fast rund um die Uhr laufen, wir besitzen laufendes und warmes Wasser, was zwar manchmal ausfaellt aber nur kurz. Also ich kann mich nicht beklagen und fuehre wirklich ein sehr gutes Leben hier! In den Strassen sehe ich zwar immer wieder Kinder, die Schuhe putzen, die Autoscheiben fuer einen Boliviano putzen, die in den bus kommen und singen oder Suessen verkaufen, aber es fuehlt sich nicht so an, als sei Bolivien eines der aermsten Laender der Welt! Das ist fuer mich auch ein wenig erschuetterlich, wenn ich dann solche Artikel lese und merke, dass mir das gar nicht bewusst ist! Und dem kleinen Ernesto geht es ebenso. Wenn man selbst genug hat, dann sieht man gar nicht wie schlecht es anderen geht. Und ich habe das Gefuehl, dass die meisten, oder sehr viele Einheimische auch selbst gar nicht mitbekommen, wie schlecht es anderen geht, weil es ihnen selbst sehr gut geht.

Also ich bin sehr offen fuer alles, was euch so ueber den Weg laeuft ueber Bolivien, denn mir ist sehr sehr vieles auch gar nicht bewusst.

 

In diesem Sinne einen gesegneten Advent.

Mit den besten Gruessen

Leila

2 Kommentare

Mi

07

Nov

2012

"Je glücklicher man ist, desto schneller vergeht die Zeit"

... und anscheinend bin ich hier sehr gluecklich, denn die Zeit vergeht wirklich wie im Flug! Jetzt sind schon ein wenig mehr als 2 Monate um und es kommt mir vor als haette ich erst letzte Woche von meinem ersten Monat erzaehlt.

Wie es der Zufall so will, war ich auch dieses Mal wieder in Serrano. Und da ich es letztens nicht geschafft habe darueber zu schreiben, mache ich es jetzt.

Wie schon gesagt, ist Serrano ein Dorf. Fuer ein Dorf vielleicht recht gross, aber eigentlich doch sehr klein ;) Was mir besonders gefaellt, ist, dass sich wirklich alle kennen und sich vertraut sind, sodass man ganz ohne Sorgen seine Haustueren auch einfach offen stehen lassen kann.

Serrano ist ungefaehr 7 Stunden mit dem Bus von Sucre entfernt und es ist wirklich keine angenehme Reise, weil es hier gar nicht so viele asphaltierte Strassen gibt, sondern die meisten doch nur aus Sand und Steinen besteht. An manchen Stellen hatte ich schon grosse Angst, dass der Bus einfach umkippt.

Der Grund, warum wir so oft nach Serrano fahren, ist, dass es die Heimat meiner Familie ist und ein grosser Teil der Familie dort auch noch wohnt (wobei ich mir da nicht so sicher bin, weil alle irgendwie immer ueberall sind und ich keine Ahnung habe, wo sie jetzt wohnen). In Serrano finden auch zu vielen Festen immer wieder eine Art Familientreffen statt. Jetzt, zu Allerheiligen, waren nicht ganz so viele da. Aber zu Weihnachten fahren wir wieder hin, da bin ich ja gespannt, ob ich vielleicht nicht doch noch jemand neues kennen lerne. Ich habe die Familie immernoch nicht ganz erfasst ;) Vielleicht  trau ich mir ja gegen Ende des Jahres mal meine Familie zu beschreiben ;)

In Serrano haben wir ein recht grosses Haus! Und es wird sogar noch erweitert! Was da aber wirklich ein wenig extrem ist, ist der Unterschied zwischen arm und reich. Das sieht man sehr gut an den Haeusern. Da reihen sich schoene grosse und neue Haeuser an kleine verschmutzte Lehmhaeuser. Leider habe ich kein Foto davon, weil ich mein Ladekabel verloren habe (Es koennte sein, dass es mit meinem Gastbruder Luis, der in Kuba lebt, mit nach Kuba gereist ist. Das waere nicht ganz so schoen..). Aber ein paar Bilder habe ich noch vom letzten Mal, die lade ich so bald es geht mal hoch.

Mehr faellt  mir nun aber nicht ein, was ich noch erzaehlen koennte... Aber da sowieso der Wunsch aufkam, nicht so viel zu schreiben, ist das, denke ich, ja nicht so schlimm. :)

Am Wochenende jetzt, werde ich erstmal nach Cochabamba zu einem extra- Seminar fahren. Dannach melde ich mich wieder!

Muchos saludos

Leila

4 Kommentare

Mo

22

Okt

2012

Alltag

Ja, bei mir ist schein seit einer Weile hier der Alltag eingetroffen. Deswegen habe ich den Blog auch ein wenig aus den Augen verloren, weil es nun auch nicht immer so viel zu erzaehlen gibt, was es auch Wert waere. Aber jetzt dachte ich mir, warum nicht auch mal von meinem Alltag erzaehlen? Das kann ja mitunter auch sehr spannend sein! Und ich muss sagen, dass er mir ein guter Freund geworden ist, der Alltag.

Morgens ist es bei mir nicht anders als Daheim. Mein Wecker klingelt um halb 8 und ich lasse ihn klingeln und klingeln und klingeln, bis es dann doch 8:15 ist und ich aus dem Bett springe mich schnell fertig mache, weil ich eigentlich 8:15 schon am Fruehstueckstisch sitzen sollte um noch puenktlich zu kommen (obwohl das hier mit der Puenktlichkeit so eine Sache ist... ;) ). 5 vor halb 9 bin ich dann doch unten (das heisst 2 Stockwerke unter meinem) angekommen. Der Fernseher laeuft natuerlich schon, Ernesto sitzt mit grossen Augen davor und vergisst ganz sein Brot zu essen und Juta muss ihn immer wieder daran erinnern, dass er ja in den Kindergarten muss. Der Kindergarten hier ist jedoch ein wenig anders als bei uns! Hier ist es wie eine Art Vorschule. Die Kinder lernen das Alphabet aufsagen und auch schreiben und haben zwischendurch auch Tests. Am Samstag hatte Ernesto beispielsweise das Examen, um zu sehen ob er in die Schule gehen kann. Hausaufgaben gibt es auch.

Aber zurueck zum Fruehstueck. Es gbt fuer mich entweder Tee mit Zucker (das ist schlimm, ich werde langsam genauso zuckrig wie die Bolivianer hier. Zumindest ein bisschen, denn die machen auch in den suessen Kakao 3 Loeffel Zucker. Lecker.) oder eben Kakao mit Pulvermilch und Wasser (ohne Zucker! Der ist naemlich wirklich suess genug!). Manchmal gibt es auch nur Pulvermilch mit Wasser (da mach ich jedoch einen Loeffel Zucker rein, weil die Milch einfach nicht schmeckt.) Dazu gibt es ein "Brot", was wir eher als Broetchen bezeichnen wuerden. Aber lecker ists! Mit Mantequila, was Magarine ist. Die ist aber SALZIG! Schoen oder? :) Das wird in windeseile aufgegessen (mit Ablenkung vom Fernseher, der zum Glueck hinter meinem Platz steht!), weil ich eigentlich halb 9 los muss, aber wie gesagt ;)

Wenn ich gut bin schaffe ich es sogar kurz nach halb fertig zu werden, aber dann muss ich nochmal hoch rennen, weil ich meinen Rucksack vergessen hab und ihn meistens auch noch nicht gepackt, wobei das jetzt nicht so gravierend ist. Muss ja nix rein ;)

Also komme ich immer so gegen 10 nach halb aus dem Haus. Immerhin.

Die naechste Etappe ist das Bus fahren. Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob ich darueber schon was erzaehlt habe. Ansonsten mache ich es einfach nochmal. Kann ja nich schaden.

Man darf sich Bus fahren absolut nicht wie in Deutschland vorstellen! Denn erstens gibt es hier keine Fahrkarten und zweitens auch keine Bushaltestellen. Das heisst man stellt sich einfach ein den Strassenrand, wartet bis der richtige Bus kommt (bei mir ist das die 5 oder die L) und winkt den Bus dann an den Strassenrand. Wenn man einsteigt, bezahlt man beim Fahrer seine Fahrt, was 1,50 Bolivianos kostet und fuer Studenten 1 Boliviano. Das ist unglaublich wenig, denn 1 Euro sind knapp 9 Bolivianos, aber mit der Zeit summiert sich das dann schon ;) Also stell ich mich morgens an die Ecke meiner Strasse und steigen dann in den Micro (das sind hier die Busse, sie sind wesentlich kleiner, aber dafuer kommen sie oefter). Ich muss dann nochmal umsteigen (in die A oder die 3), um zu meiner Arbeit zu kommen. Ich brauche also ungefaehr eine halbe Stunde. Wenn man aus dem Micro aussteigen will, muss man auch einfach nur "parada" oder "Esquina" oder "voy a bajar" sagen und der Bus haelt dann fast sofort an.

Auf Arbeit angekommen habe ich zwar meist nicht so viel zu tun, weil, wie ich glaube ich schonmal geschrieben habe, es ein Projekt ist, dass mit Aktionen und Projekten arbeitet, sodass im Buero nicht so viel fuer mich zu tun ist. Aber mit der Zeit habe ich gelernt meine Zeit zu nutzen. Gerade versuche ich mich an einer kleinen Schale aus alter Zeitung. Der erste Versuch ist ein bisschen schief gelaufen, aber jetzt weiss ich, wie es richtig funktioniert ;) Manchmal sitz ich auch nur am Computer (und schreibe ein bisschen an meinem Blog oder so ;) ). Auf Arbeit sind wir auch nur wenige. Manchmal nur zu 2. manchmal zu 3. und manchmal mehr ;) Ab und zu kommen andere Freiwille vorbei, die dann solche Aktionen vorbereiten. Aber von meiner Arbeit erzaehle ich ein anderes mal.

Ich arbeite Vormittags von 9 bis 12 Uhr. Dannach fahr ich wieder heim, um Mittag zu essen. Das gibt es zwischen halb 1 und um 1. Und so laeuft es ab:

Juta (oder jemand anderes, wenn sie mal nicht  da ist) haben schon schoen gekocht der Tisch ist gedeckt, dass heisst, es liegen Platzdeckchen (ich weiss nicht wie die heissen) da, es stehen Glaeser auf dem Tisch und Besteck liegt da. Und Wasser und Llajua (oder so aehnlich. Ist jedenfalls unglaublich scharf ;) Aber lecker!). Und der Fernseher laeuft.

 Das Essen wird in der Kueche auf die Teller getan und dann einzeln fuer jeden herausgetragen. Das wiederum finde ich immer noch komisch, weil dann schon alle sofort los essen, wenn sie die Teller bekommen und derjenige der in der Kueche steht sehr viel spaeter, weil wir wirklich viele Menschen sind! (9 und macnhmal 10 und manchmal mehr, weil irgendwelche Cousinen, Cousins, Tanten, Onkels oder Freunde vorbeikommen. Das hab ich noch nicht ganz durchblickt...)

Es gibt eigentlich immer eine Vorsuppe, immer Unterschiedlich und dann ein Segundo, auch sehr wechselnd, aber meistens Huehnchen mit Reis oder Nudeln, und auch Rind ist haeufig. Kartoffeln sind immer dabei. Und es ist wirklich lecker!

Hier in Bolivien ist es so, dass wenn man fertig mit essen ist und aufstehen will, man sich bei allen bedankt und alle antworten mit guten Appetit. Das war am Anfang wirklich seltsam! Aber jetzt habe ich mich daran gewoehnt! Wir essen meist bis halb oder um 2 (kommt drauf an, wann wir angefangen haben.) Dannach hab ich noch ein bisschen Pause bis halb 3. Das ist dann meine Zeit fuer Freunde und Familie in Deutschland ;) Aber manchmal sitz ich auch noch mit irgendwem (Luis oder Indi) unten auf der Couch und uebe spanisch ;)

Danach geht es wieder auf Arbeit, was am Nachmittag aehnlich ist wie am Vormittag. Nachmittags arbeite ich von 3 bis 6. Danach fahr ich entweder heim, oder treff mich mit den anderen beiden Freiwilligen oder Luis in der Stadt, wo wir dann meist einen Obstsalat essen und dann noch ein bisschen die Stadt erkunden, oder ins Kino gehen (die Filme werden hier in Originalsprache ausgestrahlt, ist das nich schoen? :) ) oder irgendwas anderes machen. Daheim gibts dann meistens Tee, wie das Fruehstueck. Abendbrot gibts hier sehr sehr selten, aber da wir so spaet Tee trinken ist das kein Ding. Und wenn ich will, kann ich mir ja auch was machen ;)

Wenn ich heim komme, laeuft auch meistens schon der Fernseher, wie er es wohl den ganzen Tag macht. Das ist wirklich ein Punkt, der mich ziemlich nervt. Staendg laeuft ueberall der Fernseher. Aber es gibt einen deutschen Nachrichtensender. Das ist schoen ;)

Abends schauen Luis und ich auch manchmal einen Film. Auf englisch mit spanischen Untertiteln ;) Aber nur Original ist legal sag ich dazu ;) Wobei das mit dem Original hier auch so eine Sache ist. Es gibt hier naemlich einfach keine Originale! Es gibt uglaublich viele Laeden mit Filmen, Serien und Computerspielen, die unglaublich billig sind! (ein FIlm kostet 7 Bolivianos. Das ist nichtmal 1 Euro. Ich werde eine ganze Tasche voller Filme und Serien mitbringen :D) Jedoch sind sie alle nur kopiert oder heruntergeladen. Das gleiche mit der Musik. Uerball, aber nirgendwo original. Unglaublich, aber absolut nicht schlimm ;)

So in der Art laueft bei mir ein Tag in der Woche ab.

Das Wochenende sieht ein bisschen anders aus und da gibts auch keine richtige Regel. Morgens wird ausgeschlafen und die Nacht ist meist lang. Das ist die einzige Regel, die es gibt. Ansonsten ist es immer unterschiedlich!

 

Mit meiner Familie verstehe ich mich super, ich fuehle mich superwohl und mein Spanisch wird auch immer besser :) Ich hab auch schon ein paar wunderbare Menschen kennen gelernt un ich bin gespannt, wann ich endlich die Familie durchblicke. Ich haette zu gern mal ein Familienfoto, wenn das ueberhaupt moeglich ist :D

 

Soviel zu meinem Alltag. Ich hoffe, das ist zu durchblicken ;) Wenn nicht, ich beantworte gerne Fragen ;)

 

Mit den allerbesten Gruessen, aus dem wirklich wirklich warmen Sucre

 

Leila

2 Kommentare

Mi

03

Okt

2012

1 Monat

Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit bin ich nun also genau einen Monat hier. Komisch ist das irgendwie schon! Ich hab hier jetzt in einem Monat schon so viel erlebt! Das ist unglaublich.

Heute erzähl ich euch von meinem Wochenende.

Da war ich nämlich mit meiner Familie in ihrem Heimatdorf: Serrano.

Es ist ein wirklich schönes Dorf! Klein, aber fein, wie man so schön sagt ;)

Aber dazu schreib ich später mehr ;) Ich versuch erstmal ein paar Bilder hochzuladen

3 Kommentare

Di

25

Sep

2012

Ein Hund kommt selten allein ;)

Ich bin ganz ehrlich: Blog schreiben finde ich sehr anstrengend! Aber ich geb mir Muehe, es oefter zu machen. Aber es gibt ja auch nicht jeden Tag etwas zu erzaehlen ;)

 

Ich habe mir geacht, jetzt doch etwas ueber meinen ersten Arbeitstag zu erzaehlen und auch generell ueber meine Arbeit hier.

Also der erste Arbeitstag war absolut nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt habe! Ich war puenktlich (!) 5 vor 3 am Nachmittag vor meinem Projekt. Und auch vor verschlossener Tuer. Aber gut, das muss ja nix heissen! Also habe ich mich hingesetzt und gewartet. Und gewartet. Und gewartet und gewartet. Nach einer halben Stunde kam es mir dann doch schon ein bisschen seltsam vor und ich habe Oscar angerufen. Er meinte: "Jaja, warte mal noch eine Viertelstunde. Wenn dann immernoch niemand da ist, kannst du nach Hause gehen." Also habe ich noch eine VIertel Stunde gewartet und gerade als ich gehen wollte, kam Lis angerannt und meinte lachend: "Oh, hab ich ganz vergessen." Prima!

Meine erste Aufgabe war es dann, Zeitungen nach Datum zu sortieren, die Werbung herauszunehmen und sie dann zusammenzuheften. Dafuer hab ich dann eine Stunde gebraucht und hatte noch eine Stunde bis zum Feierabend. Aber in dieser Stunde gab es leider nichts fuer mich zu tun und ich habe dann eine Stunde lang dagesessen und auf meinen Feierabend gewartet. Nunja. War halt der erste Arbeitstag, aber ich habe mir schon gedacht: Wo bin ich hier gelandet?? Vor allem weil auch wirklich niemand Englisch spricht! Sondern nur Spanisch! Aber wir konnten uns schon verstaendigen... Irgendwie.

Der zweite Arbeitstag war aber noch verschaerfter! Diesmal bin ich 10 Minuten zu spaet gekommen (nicht mit Absicht! Es war sehr viel Verkehr und ich muss einmal durch die ganze Stadt) und musste nicht warten. Dafuer gab es diesmal gar nichts fuer mich zu tun. Mir wurden 3 Buecher hingelegt, die allesamt auf Spanisch waren, in denen die Arbeit von ASE beschrieben ist und ich sollte sie lesen. 3 Stunden lang. Das war alles. An dem Tag hatte ich echt Angst um mein Jahr, muss ich zugeben!

Aber diese Angst hat sich dann am naechsten Tag schon wieder in Luft aufgeloest, denn da sind wir in ein Projekt gefahren. Das sogenannte "Centro Solidaridad". In diesem Centro leben und lernen Jungen, die es in der Gesellschaft nicht so einfach haben. Das heisst: Jungen mit Behinderung oder mit Lernschwaeche oder auch anderem. ASE arbeitet schon lange mit diesem Projekt zusammen, um Moeglichkeiten zu zeigen, wie man gut mit der Umwelt umgehen kann. Als wir ankamen stand dort ein langer Tisch mit selbstgebastelten Autos aus Plasteflaschen. Das war echt sehr schoen anzuschauen! :) Wir haben dann spaeter mit den Jungen Papier geschoepft. Das heisst, erst haben wir benutztes Papier in kleine Teile zerrissen und in eine Wanne voll Wasser getan. Dannach haben die Jungen daraus Papier gemacht. Zwischendurch gab es noch ein Sandwich mit Brot, was auch die Jungen selbst gebacken haben. Also es war wirklich ein schaener Vormittag, der mir auch einen besseren Einblick in die Arbeit von ASE verschafft hat.

Am Abend gab es dann im Projekt eine kleine Feier mit Essen und Cola, weil am naechsten Tag Fruehlingsanfang war. Bei dieser Feier waren alle Freiwilligen, die bei ASE arbeiten, eingeladen. Das war sehr schoen, mal die meisten anderen Freiwilligen, die alle aus Bolivien sind, kennen zu lernen! Und sie sind auch wirklich alle wunderbar und ich freu mich jetzt schon sehr sehr auf mein Jahr! :)

Ich habe jetzt auch mitlerweile eine "Arbeitskleidung" fuer die Projekte bekommen.

Bilder stell ich so bald es mir moeglich ist rein! :)

Also: Ich bin schon mitten in der Arbeit drin (heute habe ich ein Plakat beschrieben) und es macht mir sehr viel Spass! Auch wenn ich gestern wieder eine Stunde vor verschlossener Tuer warten musste...

 

Ansonsten gibt es hier einfach ueberall Hunde. Egal wo man hinkommt es gibt einen Hund. Und man kann sich sicher sein, wenn man einen Hund sieht, dass noch mindestens 3 in der Naehe sind und gleich hinterherkommen. Das ist wirklich unglaublich und auch traurig zugleich, weil sie alle auf der Strasse leben. Mir wurde gesagt, dass sie wenn sie noch klein sind, von allen geliebt werden, weil sie so suess sind, und wenn sie dann groesser werden, werden sie vor die Tuer gesetzt, weil sie nicht mehr so suess sind. Das ist wirklich absolut erschreckend, vor allem wenn man sieht, wieviele Leute einen kleinen Hund mit sich herumtragen und man wess, dass er schon bald in Muelltueten nach essbarem Zeug sucht. Das ist eine wirklich erschreckende Seite an Bolivien!

Es gibt, wie ich schon geschrieben habe, auch in meiner Familie einen Hund. Aber dem geht es nicht besser als den Strassenhunden. Er wohnt nur auf dem Balkon, der auch nicht wirklich gross genug ist, um dort zu wohnen, wird nur besucht, wenn er etwas zu essen bekommt und bekommt auch nur die uebriggebliebene Suppe vom Mittagessen. Das ist wirklich traurig! Und ich spiele mit dem Gedanken, mal etwas Hundefutter kaufen zu gehen, weil ihm die Suppe sichtlich nicht schmeckt, aber das wird auch nichts bringen, weil er sich dann an das Hundefutter gewoehnt und wenn ich weg bin, wieder Suppe bekommt. Aber ich gehe ihn ab und zu besuchen und spiele ein bisschen mit ihm. Immerhin.

 

Ich habe auch schon das erste gefunden, was mir hier nicht schmeckt! Und das sind Salteñas. Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber es schmeckt mir einfach nicht. Ich hoffe aber, dass es das einzige bleiben wird ;) Denn das Essen ist hier wirklich, wirklich gut! :)

Lohnt sich mal vorbei zu schauen ;)

 

Auf bald!

 

Leila

5 Kommentare

Di

18

Sep

2012

"neue Adresse"

Nein, ich bin nicht umgezogen, aber ich habe mich jetzt mal kundig gemacht und ab heute gibt es eine neue Adresse, wo ihr eure Post hinschicken könnt! :)

 

Leila Greifenhahn

Oscar Flores

Calle Final España

Pasaje Zelada Valda #35

Sucre, Bolivia

 

Ich freu mich sooooo auf die ersten Briefe oder Päckchen oder sonst was! :)


Jetzt muss ich aber los, sonst komme ich zu spät zu meinem Projekt.

Bis demnächst

 

Leila

2 Kommentare

Di

18

Sep

2012

Sucre

Endlich angekommen! Wurde ja auch Zeit. Und es ist so viel passiert, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

Ich denke eigentlich jeden Tag darüber nach, was ich denn nun in den Blog schreiben kann, aber ich bin zu faul mir das aufzuschreiben und vergesse es ganz schnell...

Fangen wir also von ganz vorne an: In La Paz (mal wieder ;) ).

Am Mittwoch Abend konnten wir also endlich unseren Bus nehmen, wobei es bis eine halbe Stunde vor Abfahrt (was 18:00 war) immernoch nicht klar war, ob es wirklich klappt oder nicht. Aber im Endeffekt hat es dann geklappt und wir konnten 18:30 in den Bus steigen. Leider war der bei weitem nicht so gemütlich wie der erste, was ich absolut schade fand, denn es waren immerhin 12 Stunden Busfahrt geplant! Aber besser als keiner war er auf jeden Fall und ungemütlich war er dann auch nicht. Man konnte die Sitze fast in Betten verwandeln!

Wir sind also losgefahren und am Anfang ging alles noch wie geplant. Aber dann mussten wir doch einen anderen Weg nehmen, weil die Strasse noch immer blockiert war. Das heißt auf die 12 Stunden nochmal 2-4 Stunden drauf. Das wäre absolut kein Problem gewesen, wenn wir mehr Pausen gemacht hätten! Wir sind im Endeffekt fast 16 Stunden gefahren und haben NUR 1 PAUSE GEMACHT! Das hat mir die erste Hälfte der Busfahrt deutlich erschwert... Aber ich habe durchgehalten ;)

Wir waren dann am Donnerstag ungefähr um 10 Uhr morgens in Sucre, wo ich schon von meiner "Gastschwester", die Indira heißt und 37Jahre alt ist, erwartet wurde. Ich war also die Einzige, die abgeholt wurde. Yes! :)

Wir sind dann also im Auto einmal quer durch Sucre nach Hause gefahren. Und ich muss sagen, dass Sucre eine wirklich schöne Stadt ist! Im Gegensatz zu La Paz ist es hier richtig ruhig! Es ist zwar immernoch chaotisch, was den Verkehr betrifft, aber im Gegensatz  ist das hier nichts. Und das ist wunderbar so! Und ach. Sucre ist einfach schön! :)

Zu Hause angekommen habe ich gleich meine Gastmutter, Justa, kennengelernt, die eine wirklich wunderbare Frau ist!

Unser Haus ist eher am Rand von Sucre, aber trotzdem braucht man nur 10 Minuten mit dem Bus in die Stadt, wenn überhaupt! Es hat 3, bzw. 4 Etage. Ganz unten ist die Garage und der Laden, im ersten Stock ist die Küche und das Wohnzimmer, im 2. Stock wohnen Ernesto, mein kleiner Neffe ;), Indira und Julitza, meine Gastschwestern. Und im 3. Stock wohne ich UND: ein Japaner, Hajatsu (oder so ähnlich :D ), der hier studiert und bis Januar noch bleibt. Außerdem haben wir hier oben einen Balkon inklusive Hund. :D

Mein Zimmer ist zwar klein, aber fein ;). Ich hühle mich hier wohl. Ich habe ein Bett, einen Schrank und einen Schreibtisch und ein Fenster. Mehr brauche ich auch nicht ;) Noch ist es sogar ordentlich! :D (und das schon seit 4 Tagen!!) Ich teile mir mit Hajatsu ein Bad. Das ist in Ordnung ;) ABER: Wir hatten die letzten 2 Tage kein Wasser. Das war weniger cool. Aber jetzt ist es wieder da. Zum Glück!

Da ich im Bus nicht ganz so viel geschlafen habe, habe ich das dann hier nachgeholt und eigendlicht den ganzen Nachmittag geschlafen. Das war äußerst angenehm muss ich sagen! Pünktlich zum Abendbrot bin ich wieder aufgewacht und musste feststellen, dass wirklich keiner aus meiner Familie auch nur ein bisschen Englisch spricht. Nicht einmal Hajatsu, sondern alle nur spanisch. Das war ein kleiner Schock muss ich sagen, aber jetzt finde ich das ziemlich gut so, denn dadurch lerne ich auch schneller. Hoffe ich. Aber bisher konnte ich mich schon recht gut verständigen. Mit ein paar Brocken spanisch und der Rest mit Händen und Füßen.

Am Freitag haben wir Freiwillige uns dann mit Oscar getroffen, um die Stadt ein bisschen zu erkunden. Dabei hat sich für mich die Schönheit von Sucre nochmal bestätigt!

Wir waren also auf DEM Plaza ;) dann sind wir zu einem Friedhof gefahren, der wirklich wunderschön ist, dann zum Bolivarpark mit einem Eifelturm :D und dann waren wir noch auf einer "Aussichtsplattform", von der man ganz Sucre sehen konnte. Das war wirklich unglaublich schön! Und ich habe auch wunderschöne Bilder gemacht, ABER: Leider hat meine Festplatte, auf der all meine Bilder von Freitag bis Gestern versammelt waren, den Geist aufgegeben, sodass ich leider keine davon zeigen kann. Das ist sehr sehr ärgerlich, da Freitag und Samstag hier in Sucre eine Fiesta war. Das heißt, dass alle möglichen Tanzgruppen durch die ganze Stadt getanzt sind und typische bolivianische Tänze gezeigt haben. Das war richtig richtig beeindruckend! Und ich habe sooo viele schöne Bilder und Filme gemacht, die jetzt alle weg sind. Das ärgert mich sehr. Aber wer weiß, vielleicht kriegt sie sich ja wieder ein. Zu hoffen wäre es!

Seit heute habe ich auch wieder Spanischunterricht, das heißt: Der Zeitpunkt, an dem ich mich wunderbar mit meiner Familie unterhalten kann, rückt immer näher!

Heute war ich auch das erste mal in meinem Projekt, um zu erfahren, dass auch dort leider niemand englisch spricht, sondern auch nur spanisch. Ein Grund mehr, so schnell wie möglich spanisch zu lernen! Heute ging es aber nur darum, dass ich weiß was das Projekt so macht und dass ich vorgestellt werde und so weiter. Ab morgen werde ich also erstmal zuschauen, was so gemacht wird und wie das alles läuft, sodass ich dann weiß, wie und wo ich helfen kann. Ich bin auf jedenfall sehr gespannt! :)

Ich habe mir auch heute einen Internetstick gekauft, sodass ich jetzt öfter erreichbar sein kann und nicht immer in das nächste Internetcafé, was im Zentrum ist, rennen muss.

Soviel erstmal von meiner Seite.

Was passiert denn so alles in Deutschland?

Ich würde mich über Erzählungen sehr freuen! :)

 

Beste Grüße aus dem wunderschönen Sucre

 

Leila

 

0 Kommentare

Mi

12

Sep

2012

"In Bolivia nothing is sure, but everything is possible."

Erstmal moechte ich mich dafuer entschuldigen, dass ich so lange nichts mehr von mir hab hoeren lassen, aber hier ist in letzter Zeit sehr viel passiert und ich hatte immer nur sehr kurz, wenn ueberhaupt, Zugang zum Internet.

Also ja! Ich lebe noch! Und nein, ich bin immernoch nicht in Sucre, sondern in La Paz, aber erstmal alles von vorne.

Das Camp war wunderbar! Wir waren ungefaehr 19 Freiwillige aus den verschiedensten Laendern. Neben uns 9 deutschen Maedels ;) waren noch 3 aus Finnland, einer aus Daenemark, 2 aus England, 2 aus Frankreich, eine aus Oesterreich und sogar eine aus Japan mit dabei. Eine sehr gute und aufgeweckte und sympatische gruppe!

Wir haben uns alle mitten in La Paz getroffen um dann mit einem grossen Bus in die Yungas zu fahren. Der Bus sah schon von aussen eher wackelig aus und ich frage mich bis heute, wie er zusammenhalten konnte!

Nichts ahnend sassen wir also alle in diesem Bus, nur die Teamer und Spanischlehrer wussten wo es lang geht. Nach gefuehlten Stunden Verspaetung sind wir dann endlich losgefahren. Nach ungefaehr 5 Minuten haben wir dann die erste Pause gemacht und niemand wusste richtig warum. Nach 10 Minuten ungefaehr ging es dann weiter, bis 5 Minuten spaeter wieder eine Pause gemacht wurde. Dieses mal war der Grund, dass noch Obst und Saft gekauft werden musste. Dafuer hat sich das warten auch echt gelohnt ;) In dieser Pause wurde dann erzaehlt wo wir langfahren: Die Strecke wird hier liebevoll von allen "Death Road" genannt. Und als kleiner Hoffnungsschimmer kam noch der Satz dazu: "Ja, es gab erst gestern wieder einen Unfall."

Wir haben uns alle sichtilich unwohl gefuehlt! :D Als wir dann auf der Strasse waren, wussten wir auch sofort warum diese Strasse Death Road genannt wird:  Es ist eigentlich nur eine Schotterpiste am Berg entlang nach unten und so eng, dass gerade so ein ein Bus drauf passt. Am Rand geht es dann einfach ganz steil nach unten. Wenn uns dann doch jemand, meistens auch noch ein 2. Bus, entgegenkam, sind wir so nah an den Abgrund herangefahren, dass wir uns alle schon unsere letzten Wuensche mit auf den Weg gegeben haben. ABER: Ich lebe noch! Und alles ist gut. Uns ist nichts passiert.

Unser Haus mitten in den Yungas war wirklich wunderschoen! Es war sehr gross, UND: wir hatten einen Pool! YES! :) Und das Essen war echt der Wahnsinn. Unser Tagesablauf war immer so: Erst gab es Fruehstueck, dann einen Aufmunterer, danach hatten wir Spanischunterricht, danach gab es Mittag, zwischendurch noch ein 2. Fruehstuck, nach dem Mittag hatten wir Pause, dann gab es was kleines zum Kaffeetrinken, dann hatten wir eine Einheit, wie zum Beispiel "Wissenswertes ueber Bolivien" dannach gab es Abendbrot und dann haben die die Freiwilligen ihr jeweiliges Land vorgestellt. Es war wirklich ein wunderbares Camp und ich bin sehr schade, dass es schon vorbei ist! Am letzten Abend gab es dann noch eine "Fiesta", wo wir typische bolivianische Taenze kennen gelernt haben und typische Getraenke. Wunderschoen! Am Abreisetag hat es dann jedoch geregnet, und die Strasse war ganz aufgeweicht, was die Rueckfahrt noch nervenkitzliger gemacht hat als die Hinfahrt. Aber auch die Rueckfahrt haben wir ueberlebt. :)

Am Montag danach um 20 Uhr waere eigentlich unser Bus nach Sucre gefahren. Das war unendlich viel Stress, weil wir viel zu spaet von zu Hause losgegangen sind und dann war auch noch Stau in der Stadt, weil es einen grossen Protest von den Minenarbeitern gegeben hat. Wir waren also 10 vor 20 Uhr im Busbahnhof und unser Ansprechpartner fuer Sucre war schon ganz gestresst, weil der Bus gleich fuhr. Ich war aber die erste von uns 3 Freiwilligen die in Sucre sein werden. Ich sass also schon im Bus. Punkt 20 Uhr kam dann Johanna. Wir sassen dann zu 2. im Bus, aber Katharina, die 3. Frewillige, kam einfach nicht. Oscar war schon ganz aus dem Haeusschen und ist nochmal rausgegangen. Dann ist der Bus losgefahren. Johanna und ich sassen ganz alleine da, ohne Tickets und ohne nichts und wussten nicht was wir machen sollten, weil Oscar ja auch wieder rausgegangen ist und wir nicht wussten, da es ein Doppelstockbus war, ob er jetzt im Bus war oder nicht. Kurz darauf kam natuerlich auch ein Fahrkartenkontrolleur und da wir beide noch nicht wirklich spanisch konnten, konnten wir ihm auch nicht erklaeren was gerade los war und wir waren total panisch. Aber Oscar kam dann doch noch kurz vor dem Chaos und hat die Fahrkarte gezeigt, als sich herrausstellte, dass wir heute leider doch nicht fahren konnten, weil es grosse Protest und Blockaden in Oruro, ein Teil von Bolivien, gaebe. Also mussten wir alle wieder aussteigen, Katharina war inzwischen auch schon eingetroffen und haben unser Geld wieder bekommen. Niemand wusste so genau wann wir denn nun abreisen konnten und wir haben bis heute, also 2 tage lang gewartet und es gab schon die Moeglichkeit vielleicht sogar mit dem Flugzeug zu fliegen, weil wir ja eigentlich in Sucre sein muessen! Aber jetzt ist es zwar noch immer nicht geklaert, aber wir nehmen einen Umweg und fahren heute endlich mit dem Buss los, zwar ueber Umwege und so 2-4 Stunden mehr, aber ich bin wirklich froh, dass es jetzt endlich losgeht!

Es war auf jeden Fall eine ereignissreiche und lustige Zeit in letzter Zeit und mit geht es hier noch immer wunderbar!

Meine beiden "Kolleginnen" sind auch super nett und ich verstehe mich super mit ihnen! Aber ich werde wohl vorraussichtlich allein in meinem Projekt sein, wovor ich doch ein bisschen Angst habe, aber ich werde ja sehen.

Morgen werde ich also endlich in Sucre sein. Wahrscheinlich. Denn wie Oscar so schoen gesagt hat: "In Bolivia nothing is sure, but everything is possible."

In diesem Sinne,

die allerbesten Gruesse aus dem chaotischen, aber wunderbaren Bolivien

 

Leila

 

1 Kommentare

Di

04

Sep

2012

Bienvenido a Bolivia

Da bin ich nun also. In Bolivien. Noch kommt es mir ein bisschen wie Urlaub vor und ich habe noch gar nicht richtig realisiert, dass ich hier nun ein ganzes Jahr leben werde....

 

Angekommen sind wir 5.15 Uhr Ortszeit (also 11:15 in Deutschland) in La Paz. Empfangen haben uns Bauchschmerzen und eine lange Schlange vor der Passkontrolle, an der wir auch gefuehlt mindestens eine Stunde warten mussten... Aber wir waren alle so muede und fertig von dem langen Flug, ungefaehr einen Tag, wenn nicht sogar mehr, dass uns das eigentlich ganz egal war...

Wir sind 9 Maedchen aus Deutschland. Das war sehr gut, dass wir so viele waren, denn sonst waere ich wohl verzweifelt. Man muss an sovieles denken und so viele Formulare ausfuellen und ich haette mich sicher des oefteren in den riesigen Flughaefen (wie zum Beispiel in London) verlaufen!

 

Als wir dann durch die Passkontrolle durch waren, lief alles wie am Schnuerchen. Unser Gepaeck war vollstaenidg angekommen und draussen wurden wir dann von unserem ICYE Empfangskommitee empfangen. Es war nur wirklich richtig richtig richtig kalt und wir waren froh, endlich ins Taxi steigen zu koennen! Dieses Taxi war ein relativ grossen, wo wir unsere Rucksaecke und Koffer oben auf das DAch packen mussten. Ich war sehr froh, dass ich als erstes aussteigen musste, da ich da mein Zeug mit in den Bus nehmen konnte, weil ich doch schon ein bisschen Angst darum hatte, vor allem um mein Saxophon, das ja bis hierher schon so porblemlos gekommen ist!

Mit uns zusammen ist noch ein Maedchen aus Finnland mitgekommen, die auch mit ICYE ein Jahr in Cochabamba verbringen wird.

 

Als wir also vom Flughafen, der der hoechste Punkt von El Alto, was direkt an La Paz anschliesst, nur weiter oben liegt, ist, runter gefahren sind, bot sich uns ein unglaublicher Anblick! Die Sonne war gerade aufgegangen und vor uns erstreckte sich ein Meer aus Haeusern, die in der Sonne glitzerten und so weit reichten, wie man nur schauen konnte! Es war wirklich wunderschoen! Leider konnte ich davon nicht so gute Fotosmachen, weil wir so schnell gefahren sind und ich mein Fenster auch nicht oeffnen konnte, was sehr beschlagen war, weil es so kalt war.

 

Fuer die ersten 2 Tage war ich jetzt bei einer Mitarbeiterin von ICYE Bolivia untergebracht. Sie heisst Eveline und ist wirklich sehr sehr nett. Sie war selbst vor 4 Jahren mit ICYE in der SChweiz und ist auch viel durch Deutschland gereist, sodass sie auch ein bisschen Deutsch konnte und sehr gut Englisch, was ich sehr gut fuer den Anfang finde... Da kann ich mich wenigstens gut unterhalten und ein paar Dinge lernen :)

Als wir bei ihrem Haus angekommen sind, war es immernoch sehr sehr kalt, sogar in der Wohnung mussten wir unsere Jacken anlassen, da es hier keine Heizungen gibt. Aber in der Sonne ist es sehr warm, sodass wir den Vormittag auf dem Balkon verbringen konnten, der eine wirklichs schoene Aussicht bietet. Fotos lade ich noch hoch, wenn ich in Sucre bin.

Aber erstmal haben wir schoen Coca Tee getrunken, gegen die Kaelte und die Bauchschmerzen und ich muss sagen, es hat gut geholfen..! Ausserdem gibt es hier sehr leckeres Brot! Mit Bananen. Ich bin absolut begeistert :) Aber ich war so muede, dass ich dann auch bald ins Bett gegangen bin und ich habe insgesamt 21 Stunden geschlafen!! Das war eigentlich nicht so mein Plan, aber ich muss sagen, dass es mir sehr gut tat! Dadurch habe ich vom ersten Tag gar nicht so viel mitbekommen, ausser den unglaublichen Verkehr. Es scheint hier gar keine Strassenregeln zu geben! Ausser: Autos haben Vorfahrt und wenn sie ueber eine Kreuzung fahren wollen einfach vorher mal auf die Hupe druecken und durch fahren. Fuer unsere europaeischen Augen ist es einfach das reinste Chaos auf den Strassen, aber hier wohl absolut normal und ich muss sagen, es funktioniert erstaunlich gut!

 

Heute habe ich die Eltern von Eveline kennen gelernt, die beide Lehrer sind. Sie sind sehr nett, koennen aber beide kein deutsch und englisch kann auch nur der Vater. Aber das war gar nicht schlimm, wir konnten uns schon ein bisschen mit haenden und fuessen und ein paar fetzen spanisch und ein paar fetzen englisch unterhalten! Das lustigste war aber der Versuch meinen Namen auszusprechen. Leila funktionierte wunderbar, aber mit Greifenhahn hatten sie so ihre Schwierigkeiten! Ich musste es dann aufschreiben und dann ging es so einigermassen! :D Ich habe mich auf jeden Fall sehr amuesiert und fuehle mich hier auch sehr wohl!

 

Am Nachmittag sind wir dann in die Stadt gelaufen! Das war sehr schoen. Wir haben dann noch 2 Freiwillge aus Deutschland und noch eine Bolivianerin getroffen und haben die Stadt erkundet.

Als wir auf die drei gewartet haben, haben wir von ganz nah Schuesse und lautes Rufen gehoert, jetzt am Abend haben wir gemerkt, dass es eine Schiesserei zwischen Polizei und der Bevoelkerung gab, nur 3 Strassen von uns entfernt! Das war sehr gruselig! Aber zum Glueck waren wir die drei Strassen weiter. Soweit ich das mitbekommen habe ist dabei auch keiner gestorben... Hoffe ich!

Als die drei dann kamen sind wir zu einigen Sehenswuerdigkeiten gegangen und haben Geld gewechselt. Wir waren dann in einem Laden, wo es Landestypische Dinge, wie Taschen und Pullover gab! Und es gibt hier sooooo schoene Schuhe! Ich hoffe die gibt es dann in Sucre auch! Ansonsten muss ich nochmal nach La Paz kommen :)

Danach sind wir Eis essen gegangen, ich habe Maracuya genommen, und es war richtig richtig lecker! Ich hab auch schon ein Burger King gesehen und ein Fitness Studio :D

Nachdem wir dann noch etwas trinken waren, ich einen Saft und die anderen Kaffee, sind wir wieder heim gefahren und hier sitze ich nun.

 

Morgen gehts dann ins Camp in die Yungas! Ich bin schon ganz gespannt! 5 Tage werden wir dort sein und Spanischunterricht und Landeskunde bekommen :) Dort ist es sehr warum und es gibt einen Pool. Da werde ich wohl vorraussichtlich kein Internet haben.. Aber danach bin ich hoffentlich wieder Verfuegbar ;)

 

Also. Mir geht es hier sehr gut! Und alles ist wunderbar!

 

Schoenen Abend!

 

Leila

0 Kommentare

So

19

Aug

2012

Meine Unterkuuuuunft!!! :)

Vor ein paar Tagen habe ich endlich erfahren, wo und wie ich wohnen werde!!! :)

Und zwar ist das eine Gastfamilie, worüber ich mich unglaublich freue, weil ich denke, dass ich da viel mehr vom Land mitbekomme und den Traditionen und so, als wenn ich in einem Projekt wohnen würde.. UND ich rede regelmäßig, also fast immer Spanisch. Was will ich mehr? ;)

 

Meine Familienkonstellation wird folgendermaßen aussehen: Mein Gastvater, Walter Prado (67), ein Versicherungsmathemathiker (darunter kann ich mir absolut nichts vorstellen... Aber ich lass mich einfach überraschen :D ) in einem Dorf, meine Gastmutter, Justa Ramirez (62), eine pensionierte Lehrerin, 2 Töchter: Julitza (39), eine Anwältin und Indira (37), eine Buchhalterin glaube ich ;) und der Enkel Ernesto (5), der noch in den Kindergarten geht. :)

Außerdem haben meine Gasteltern auch noch 2 Söhne, die aber nicht mehr zu Hause wohnen. Ich weiß nicht genau was der eine macht, aber der andere studiert Medizin in Kuba.

Außerdem haben sie ihr eigenes Haus und ich werde auch mein eigenes Zimmer haben!!

Ich finde, das klingt super gut und ich freu mich unglaublich darauf! Auch wenn ich es ein wenig schade finde, dass niemand, der ungefähr so alt ist wie ich, dort wohnt... Aber das ist ja vielleicht gar nicht so schlimm!

 

Meine Adresse wird sein:

Final calle La Paz, Ingreso a Urbanización Loyola, 2da. Vivienda.  Sucre, Bolivia

(Ich hab die Adresse noch nicht ganz verstanden... Vielleicht kann mir hier ja einer helfen :D)

 

So viel heute!

Einen schönen Tag wünsche ich noch!

 

Leila

 

0 Kommentare

Di

14

Aug

2012

Projektzusage :)

Heute habe ich mein Projekt bekommen!!! Endlich! :)

Nach langem warten und auch bangen ist es endlich so weit!

Als ich das Projekt gesehen habe, dachte ich mir erst: Ok... Was ist das? Ein Umweltprojekt?

Das habe ich mir eigentlich nicht so vorgestellt, aber ich muss ehrlich sagen, dass das ganze sehr sehr interessant und ansprechend klingt und ich mich wirklich darüber freue. Mein Hauptwunsch war mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und genau das mache ich. Das ist ja an sich egal zu welchem Thema und Umwelt finde ich ein sehr wichtiges Thema! Und ich freue mich ausserordentlich!

Vor allem auch darüber, dass ich Sucre sein werde! :) Ich hab schon sehr viele wunderbare Dinge über diese Stadt gehört und es ist die Hauptstadt! :)

 

Jetzt kann ich mich auch endlich richtig auf das Jahr vorbereiten, wo ich weiß, wo es hingeht! :)

Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr aufgeregt bin, weil jetzt doch langsam alles ins Rollen kommt und losgeht...

ABER: ich kann es kaum erwarten!!!! :)

 

Schönen Abend wünsche ich noch! :)

Leila

 

weiteres zum Projekt habe ich in die Projektbeschreibung geschrieben... Mehr weiß ich auch noch nicht ;)

 

0 Kommentare

So

15

Jul

2012

fernweh - un concierto para un viaje a bolivia

Das Konzert war ein unglaublich großer Erfolg! Es waren unglaublich viele Leute da, sodass sogar noch Stühle hinter die Bänke gestellt werden mussten und dennoch manche stehen mussten! Ich hätte niemals damit gerechnet, dass so unglaublich viele Menschen kommen werden!

An dieser Stelle nochmal allerherzlichsten Dank an jeden, der gekommen ist! Ich habe mich soooooo sehr gefreut und es hat mir soooo viel Spaß gemacht, weil es eine so gute und ausgelassene Stimmung war! Wirklich Danke!

Und das beste ist: Das Geld, was ich für meinen Förderkreis benötige ist jetzt auch reingekommen! Und sogar mehr! :) Auch hierfür nochmal ein herzliches DANKE!!! Ihr seid so unglaublich! :)

Jetzt heißt es sich gezielt auf Bolivien und das Seminar in 1 1/2 Wochen vorbereiten! Ich bin schon sher aufgeregt, aber freue mich auch wahnsinnig drauf!

 

Einen wunderschönen Abend wünsche ich noch!

Leila

 

2 Kommentare

Fr

13

Jul

2012

numero 1

Hier werden in Zukunft all die Dinge stehen, die mich im nächsten Jahr beschäftigen werden, die mir Kopfzerbrechen bereiten und über die ich jemandem erzählen möchte!

Jetzt kann ich noch nicht so viel sagen, außer dass die Vorberreitungen auf Hochturen laufen!

Ich bin fleißig am Spanisch lernen und kann auch schon ein paar Sätze :)

 

Aber vor allem sind wir gerade dabei mein Förderkreiskonzert, dass am SONNTAG, DEN 15.07. stattfinden wird 17 UHR, in KLEINZSCHACHWITZ - MEUßLITZERSTRAßE 108, vorzubereiten. Wir sind kräftig am Proben! Neben kleinen und auch größeren Patzern funktioniert es auch schon ganz gut ;)

Also, wer Lust auf eine kleine musikalische Weltreise hat, kann sehr gerne kommen!! Ich freue mich jeden zu sehen :)

 

herzallerliebst :)

Leila

0 Kommentare